Es war ja vorwegzusehen, dass wir uns ausgerechnet den heißesten Tag der Woche aussuchen würden für unsere kleine Radl-Tour. Doch mit viel Motivation angespornt wollten wir es uns dann doch nicht mehr nehmen lassen und brachen auf ins nahe gelegene Dörfchen St. Jacobs.

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Da man ja zugeben muss, dass neben dem ganzen Country-Style für uns Mädels auch was geboten sein sollte, zog es uns zuallererst auf den Farmers Market: Shopping-Fever🙂. Neben allerlei touristischen Krams, dem wir entsagen konnten (ok, das war gelogen – obwohl ich fest darum bat, mich davon abzuhalten wenn ich anfange Klimbim zu ersteigern – wurde es dann doch wieder eine Sonnenbrille und: den werde ich auch noch sooo oft brauchen – ein Cowboyhut). Sehenswert sind aber auf jeden Fall die Obst- und Gemüsestände der Mennoniten*. Ein kleiner Einblick ins Leben früherer Zeiten: neben den Verkaufsständen stehen die Pferdekutschen.

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Auf dem Weg ins eigentliche St. Jacobs Dörfchen kamen wir an einigen Farmen vorbei. Ausgerüstet mit meinem neuen Hütchen hätte ich gleich dort bleiben können🙂. Jede Farm bietet ihre eigenen Produkte zum Kauf an und so findet man entlang der Straße immer wieder kleine Stände mit liebevoll gestalteten Preisschildern. Auf dem Highway gibt es überall „Slow Moving Vehicle“- Schilder, um darauf hinzuweisen, dass man den Weg mit den Mennoniten-Kutschen teilt. Na gut, uns hätte man mit unseren Rädern auch dazu zählen können🙂.

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In St. Jacobs angekommen fühlt man sich wie in einem Spielzeugstädtchen. Im Jahre 2002 feierte der Ort seinen 150 Geburtstag und viele historische Häuser – bis heute noch in Betrieb – zeigen ein Bild, als wär die Zeit ein bischen stehengeblieben. Nach einem Streifzug durch eine kleine Besenfabrik pilgerten wir in den ortsansässigen Schoki-Laden um uns durch die unzähligen Sorten an homemade Fudge zu naschen und anschließend einen leckeren Iced Cappuccino auf der Veranda zu genießen. In dem Moment wurden wir sogar von anderen Touristen nach dem Weg gefragt: wie schön, einmal nicht als Fremder identifiziert zu werden. Lag bestimmt an meinem Cowboyhut… :-)*²

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Auf jeden Fall trotz der unerträglichen Hitze ein lohnenswerter Ausflug. Einzige Enttäuschung: auch in St. Jacobs durfte natürlich ein Tim Hortons Drive Thru nicht fehlen – ob das auch für Kutschen gilt ;-)? Damit wieder zurück zur Stadt.

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* Die Mennoniten richten ihr Leben streng nach der Bibel aus und vermeiden die uns so liebgewonnenen „Annehmlichkeiten des modernen Lebens“.

*² Nein, ich werde den Cowboyhut nicht noch einmal erwähnen…ups, jetzt hab ich`s ja doch getan😉.