Eis – mal wieder das Verlangen nach Süßigkeiten. Kommt bei mir öfters vor und nach einem ausgiebigem herzhaften Mensa-Essen hatte ich diesmal eine Leidensgenossin. Auf dem Weg zur Eisdiele kamen wir zwangsläufig an einem Reisebüro vorbei. Fast schon flüchtig streiften wir die Sonderangebote, doch dann wurden wir schnell stutziger: 7 Tage Canaren für 299€ – aus dem anfänglichen Witzchen wurde auf einmal ernst. Warum eigentlich nicht? Reif für die Insel sind wir allemal! Also hinein ins Reisebüro und mal nachgehakt: Was für Schnäppchen haben Sie denn noch?

Leider erkannte die Reisefachfrau ( ist das die richtige Bezeichnung? ) überhaupt nicht unser Bedürfnis: sehen – verlieben – zuschlagen. Wie bei so vielem im Leben. Dagegen fragte sie nach genauem Reisetermin und Preislimit. Wir hatten noch nicht aufgegeben: machen Sie doch mal ein paar Vorschläge. Ihr Topangebot: eine Woche Ägypten, irgendwann Mitte Januar im 5 Sterne Hotel mit super Showprogramm. Bitte? Sehen wir so aus als könnten wir uns nicht mehr selbst beschäftigten und bräuchten Animation? Und wie spontan ist eigentlich „Mitte Januar“? Zu dem 5 Sterne Hotel wollte ich mich am liebsten gar nicht mehr äußern. Vielleicht in 30 Jahren, wenn ich eine Ausrede brauche um nicht mehr mit meinem Mann schlafen zu müssen und spaßig organisierter Cluburlaub vom eigentlichen Leben ablenkt. Völlig niedergeschlagen von diesem Angebot gingen wir wieder aus dem Reisebüro. Spontan eine Woche in alle Richtungen verwehen lassen wäre so schön gewesen. Aber das scheint völlig ausgeschlossen… ODER ?