Juni 2007


“ Gebt den Leuten mehr Schlaf – und sie werden wacher sein, wenn sie wach sind!“                                         – Kurt Tucholsky

Gemäß diesem Motto wird heute der „Tag des Schlafes“ gehuldigt und ohne zu zögern schlossen wir uns natürlich an: Einmal im Jahr gewissenlos verschlafen . . .

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Gestern war Bistumswallfahrt in Bamberg. Aus allen Richtungen kamen die Pilger (Forchheim, Ebermannstadt, Viereth, etc.) um sich im Dom zum gemeinsamen Gottesdienst zu treffen. Da auch ein Trüppchen an unserem Haus vorbeizog und uns aufmerksam machte, beschlossen wir kurzerhand auch zum Gottesdienst in den Dom zu gehen. Dort angekommen, waren schon alle Plätze besetzt – vornehmlich von „Pilgern“ die mit Bus und Auto kamen – war ja klar. Also standen wir die ganze Zeit und so ein Gottesdienst dauert lange. SEHR lange. In Kombination mit den Unmengen an Weihrauch wurde mir immer schummriger bis ich gar nichts mehr sah. Als ich wieder zu mir kam drängte sich eine ältere Frau um mich, die mir furchtbar scheußlich schmeckende Kreislauftropfen einflößte. Nur der Zusatz, das sie Ärztin sei, ließen mich diese Tropfen dann auch tatsächlich schlucken. Während der Gottesdienst unbehelligt vor hunderten von Menschen weiterging, packte mich kurzerhand der Priester mit Hilfe des Sicherheitsdienstes und trug mich auf einer Barre an die frische Luft. Auch wenn es mir anfangs peinlich war – wer kann schon von sich behaupten vom Priester aus dem Dom getragen worden zu sein… 😉 ?


– Vier Tage Kanada in Bamberg –

Es gab Momente in Kanada, da dachte ich “ dies ist jetzt ein Abschied für immer“. Doch wie das letzte Wochenende zeigte, sollte man nie „nie“ sagen. Denn es hatte sich Besuch angekündigt: Yves und Heather. Ein bischen anstrengend war es schon, die ganze Zeit wieder englisch zu sprechen und ein bischen unwirklich obendrein zusammen mit Julia, Steffie, Michi und Susi (andere deutsche Austauschstudenten) wieder vereint, nur diesmal eben durchs „heimische“ Bamberg zu streifen.

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Los ging es natürlich mit einer “ Brewery-Tour“, angefangen mit Fässla, Schlenkerla, Spezialkeller und genauso wichtig: public drinking an der Schleuse 100 mit einem keg vom Klosterbräu, Bambergs ältester Brauerei.

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Neben Tagestouren, wie einmal Schlendern durch Forrchheim und zurück ließen wir auch den Liveclub nicht aus. Eigentlich nicht so meine Location, aber in Betracht des Besuches genau richtig. Ein bischen errinnerten wir uns an das Phills, einem ebenso schäbigen Equivalent in Waterloo, aus dem fast jeder unserer männlichen Freunde schon einmal hinausbefördert wurde – nagut, bis auf Yves, der schaffte es niemals überhaupt hinein 🙂 Solche Zicken gab es aber im Liveclub nicht: da könnte man beruhigt auf der Tanzfläche am Alkoholpegel sterben, ohne das es jemanden stören würde, was unser kanadischer Besuch „awesome“ fand.

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Am nächsten Morgen stärkten wir uns im Café Cador, an dem ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt ein Streikzug der Telekom vorbeizog – mit lauten Pfeifen. In Kombination mit einem hangover und wenig Schlaf ausgezeichnet!

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die Besuchsrunde von links nach rechts: Ich – Heather (Kanada), Michi (Bamberg), Yves (Kanada), Julia (Heidelberg), Susi (Bamberg) & Steffi (Mannheim)

Leider hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen, aber wer weiß wann und vorallem wo auf der Welt wir uns wiedersehen werden. Ich bin gespannt!

Feststellung des Tages: “ The problem with ducks is – you can`t drink them!“ [michi]